
Tango-Café Barbara und Charlie führen ein 90 min. Praktika durch
TanzStudio im Freien Haselbrunner Str. 114 Im Funkhaus von Vogtland Radio
Datum:
Sonntag, den 28.07.2013 Beginn:
14:00 Uhr
Info:
Unsichtbare Volcadas in den drei Spuren im vollen Salon,
(volcaditas en 3 autopistas con elementos para la pista), Kosten: 18,00 €/Person für Mitglieder 20,00 €/Person für Nichtmitglieder Tango-Café ab 16:30 Uhr 5,00 € Mitglieder 6,00 € Nichtmitglieder auf Spendenbasis- Eintritt Café - Kaffee frei!
Tango-Café - "Der große Milongaführer"
TanzStudio o. im Freien Haselbrunner Str. 114 Im Funkhaus von Vogtland Radio
Datum:
Sonntag, den 25.08.2013 Beginn:
16:00 Uhr
Info:
Der Schriftsteller
Gerhard Riedl liest aus seinem Buch "Der große Milongaführer" Anschließend kleines Sommerfest 5,00 € Mitglieder 6,00 € Nichtmitglieder auf Spendenbasis Zaungäste erwünscht! Zitat: ...Ich finde, Loriots Erkenntnis über den Mops passt ebenfalls auf unseren Tanz: „Ein Leben ohne Tango ist möglich, aber sinnlos.“… Weitere Veranstaltungen auf unserer Pinnwand! |
Bandonion BandonionWieso ist der argentinische Tango im Dreiländereck Böhmen- Bayern – Sachsen, dem Erzgebirge und Vogtland so beliebt? In dieser Musikregion wurde das Bandonion vor ca. 200 Jahren entwickelt, emigrierte nach Argentinien, vermählte sich dort mit dem Tango, gab ihm die einzigartige Würze wie Heimweh, Sehnsucht, unerwiderte Liebe, Trauer und Hoffnung, - Musik und Tanz- als diese Einheit kehrte es vor einigen Jahren in seine Heimat zurück und wird im Tango – Verein Plauen e.V. verehrt. Bandonions aus CarlsfeldDie Ursprünge des Bandonions findet man Anfang des 19. Jh. im Dreiländereck Sachsen, Bayern und Böhmen. Dort entwickelt sich mit dem Niedergang des erzgebirgischen Silberbergbaus die Herstellung von Musikinstrumenten zu einem neuen Industriezweig. Im Jahr 1834 baut Carl Friedrich Uhlig in Chemnitz die erste wechseltönige Deutsche Concertina, ein viereckiges Knopfinstrument mit 20 Tönen. Einige Jahre später beginnt Carl Friedrich Zimmermann in Carlsfeld mit der Fertigung von Handzuginstrumenten. Als Erfinder des Bandonions gilt aber Heinrich Band, der 1843 in Krefeld ein Geschäft für Musikinstrumentenlehre und -handel gründet. Er nimmt die entscheidenden Veränderungen an der Concertina vor, die zur "Geburt" des Bandonions führen. Heinrich Band baute selbst keine Instrumente, er kaufte sie in Böhmen und Sachsen auf, um diese dann in seinen Geschäften zu verkaufen. Woher er seine Bandonions bezog, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Sicher ist, dass Carl Friedrich Zimmermann 1847 eine Harmonikafabrik in Carlsfeld bauen lässt, in der er kurze Zeit später mit der Herstellung von Concertinas und Bandonions beginnt. Er zeigte seine Instrumente auf der Weltausstellung 1851 in London und auf der Industrieausstellung 1854 in München. Im selben Jahr begann Ernst Louis Arnold seine vierjährige Lehre als Instrumentenbauer bei Zimmermann und entwickelte sich in den Folgejahren bis zum Werkleiter. Als Zimmermann im Jahr 1864 nach Amerika auswanderte, verkaufte er das Firmengebäude samt Produktion an Ernst Louis Arnold. Der Aufbau der Firma Ernst Louis Arnold ging einher mit der zunehmenden Industrialisierung in Deutschland. Immer mehr Menschen siedelten vom Land in die rasch wachsenden Städte um, die sich neben ökonomischen auch zu kulturellen Zentren entwickelten. Der erste deutsche Concertina-Verein wurde 1874 in Chemnitz gegründet, weitere Vereine entstanden in der Folgezeit vor allem im Ruhrgebiet, in Leipzig und München. Bandonions, mit dem Markenzeichen "A" (bezieht sich auf den Werkleiter E. L. Arnold) haben inzwischen einen guten Namen bei den Spielern. Seinen Weg nach Amerika findet das Bandonion vermutlich mit deutschen Auswanderern aus Böhmen*, die das Instrument in ihrem Gepäck hatten. Auch seine Bekanntheit und spätere untrennbare Verbindung mit dem Tango verdankt es wohl diesem Umstand. Eine Anekdote erzählt, dass ein deutscher Seemann einen Bordellbesuch in einem argentinischen Hafen nicht zahlen konnte. Also verpfändete er sein Arnold-Bandonion. Doch keiner der Musiker dort konnte das Instrument spielen, dessen über hundert Knöpfe beim Ziehen anders tönen als beim Zusammendrücken. Einer schaffte es schließlich doch, und weil die Technik so schwierig ist, wurde der Tango als langsam musizierte Leidenschaft geboren... Ernst Louis Arnold stirbt im Jahr 1910, sein ältester Sohn Hermann übernimmt die Leitung. 1911 gründet Alfred Arnold seine eigene Firma "Alfred Arnold Bandonion- und Konzertina-Fabrik Carlsfeld". Inzwischen ist Carlsfeld an das Elektrizitätsnetz angeschlossen, die alten Maschinen wurden durch moderne ersetzt. Es entstand eine neue Werkhalle und ein Gehäusewerk in Johanngeorgenstadt. Auch die Wünsche der Bandonionkäufer wurden anspruchsvoller, Intarsien aus Perlmutt und andere Verzierungen gaben den Instrumenten eine individuelle Note, bis heute. Im Jahr 1948 wurde die Firma Alfred Arnold enteignet und verstaatlicht (VEB Klingenthaler Harmonikawerke). Die Produktion wird von Bandonions wurde zwar fortgesetzt, hatte jedoch nicht mehr den gewünschten Erfolg. Die Instrumente fanden keinen Absatz mehr, wurden vom leichter zu spielende Akkordeon verdrängt. Hinzu kam, dass die Klangqualität der neuen Instrumente bei weitem nicht mehr an diejenige der Arnold‘schen Bandonions herankam, 1964 endete die Produktion von Bandonions in Carlsfeld. Drei kleinere Betriebe produzieren und reparieren seit ca. 2007 in Klingenthal und Carlsfeld Bandonions nach alter Tradition. He, Musiker! Kannst Du Bandonion spielen? E- Mail: kontakt@tango-plauen.de * Dazu recherchieren wir gerade und werden unsere neusten Erkenntnisse auf dieser Seite veröffentlichen. Entnommen aus Bandonion-Carlsfeld.de
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